Auszubildende überarbeiten Spielgeräte des Spielplatzes Lampéstraße

11.11.2019

Die Auszubildenden des zweiten Ausbildungsjahres

Nur fünf Minuten Fußweg vom BBW entfernt befindet sich die Lampéstraße. Eine idyllische Reihenhaussiedlung aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts durchquert von einem kleinen Flüsschen. Auch Mitarbeitende des BBW wohnen hier unweit ihres Arbeitsplatzes. Im hinteren Bereich der Siedlung befindet sich ein Kinderspielplatz. Den Spielgeräten sah man den regen Gebrauch mittlerweile an. Das Holz des Kletterturms war an manchen Stellen bereits morsch und repariert worden. Das Schaukelpferd war zerbrochen und musste abgebaut werden. Damit die Kinder wieder gern auf ihren Spielplatz gehen und die Eltern sich keine Sorgen wegen der Verletzungsgefahr machen müssen, beschloss die Eigentümergemeinschaft Lampéstraße e.V. die Spielgeräte erneuern zu lassen.

Olaf Stieper von der Eigentümergemeinschaft Laméstraße kennt das BBW. Er weiß, dass hier unter anderem Tischlerinnen und Tischler sowie Fachpraktiker_innen für Holzverarbeitung ausgebildet werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen im Berufsbildungswerk Hamburg die Grundlagen für ihren späteren Beruf. Viele praktische Erfahrungen sammeln sie über Praktika in Unternehmen und über Kundenaufträge, die das BBW meist von öffentlichen Stellen erhält.

Herr Stieper nahm mit Leistungsbereichsleiter Stefan Ebert Kontakt auf, um das BBW mit der Überarbeitung der Spielgeräte zu beauftragen. Reale Kundenaufträge sind bei den Teilnehmenden mit großen Lerneffekten verbunden und eine vermitteln wichtige Kenntnisse für die Praxis. Deshalb übernahm das BBW gern diese Aufgabe.

Die Hauptarbeit lag bei den Auszubildenden des Holzbereiches. Sie bauten einen neuen Kletterturm, ein Spielhäuschen und ersetzten die Latten der Sitzbänke. Zwei Auszubildende aus dem Gartenbereich halfen dabei, die Bänke wieder herzurichten und einen Betonsockel für den Kletterturm zu errichten. Außerdem wurde ein neues Holzpferd gebaut, das von einer Auszubildenden des Malerbereichs in fröhlichen Farben bemalt wurde. Andere angehende Maler verliehen der Metallrutsche und der Wippe neue Anstriche und brachten eine Schutzschicht auf die Tischtennisplatte auf.
Das Vertrauen, das den Auszubildenden entgegengebracht wurde, ist groß. Gerade im Spielplatzbau sind die Anforderungen an Material und Sicherheit hoch. Da traf es sich gut, dass Ausbilderin Kira Ramm in der Vergangenheit bereits in diesem Bereich tätig war.

Die angehenden Fachpraktiker_innen und Tischler_innen arbeiteten zwei Wochen an der Fertigstellung der Spielgeräte. Diese Arbeiten fanden hauptsächlich in der Tischlerei statt. Drei Tage nahm dann die Montage auf dem Spielplatz in Anspruch. Die Anwohner nahmen regen Anteil an dem, was sich auf dem Spielplatz tat. Ein besonders netter Nachbar sorgte sogar für Strom, wenn welcher gebraucht wurde.

Auf den neuen Spielturm sind die Auszubildenden besonders stolz. Es wurde hauptsächlich witterungsbeständiges Lärchenholz verwendet, das lange hält.
Der Turm ist weithin sichtbar und ein Magnet für spielende Kinder. Sie können rutschen, klettern und sich verstecken. Im Spielhäuschen nebenan ist Platz, um zu sitzen und Sandkuchen zu backen.

Kira Ramm freut sich über solche Baustellen, wie die in der Lampéstraße. „Für die Auszubildenden ist es wichtig, richtige Baustellen zu haben, wo ein Kunde dahinter steht, mit dem Absprachen getroffen werden müssen. Der Lerneffekt ist enorm.“

Auch die Auszubildenden sind stolz auf die geleistete Arbeit. „Man sieht, was man gemacht hat.“ findet Ramona. Sie ist Auszubildende im zweiten Ausbildungsjahr und erntet Zustimmung von ihren Kollegen.