Das Projekt meko@reha treibt Digitalisierung im BBW Hamburg voran

15.07.2020

Das Projekt meko@reha wurde nach drei Jahren Laufzeit am 31.03.2020 offiziell beendet. Die Abschlussveranstaltung des Projektes konnte aufgrund der Coronapandemie erst am 23.06.2020 im Berufsbildungswerk Hamburg durchgeführt werden. In mehreren Vorträgen und an Messeständen konnten sich Interessierte über die wichtigsten Ergebnisse des Projektes informieren.

Ziel des Projektes meko@reha war es, die Medienkompetenzen von Mitarbeitenden zu stärken und die Voraussetzungen zu schaffen, künftig vermehrt mit digitalen Medien zu arbeiten bzw. diese bei der Arbeit mit den Teilnehmenden einzusetzen. Das Projekt wurde vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) koordiniert und begleitet. Neben dem Berufsbildungswerk Hamburg waren  das BBW Bezirk Mittelfranken Hören · Sprache · Lernen, die bfz gGmbH Standort Nürnberg und die FAW gGmbH Akademie Hamburg weitere Projektpartner. Regelmäßig tauschten sich die Projektpartner aus und berichteten von ihren Fortschritten und Erfolgen aber auch den Schwierigkeiten, die überwunden werden mussten. 
Eine Befragung zu Beginn des Projektes zum Umgang mit digitalen Medien  zeigte die offene Haltung der meisten. In der Projektgruppe engagierten sich verschiedene Berufsgruppen wie Ausbilder_innen, Sonderpädagogen_innen und  Sozialpädagogen_innen.
Viele Mitarbeitende haben ihre Fähigkeiten mit den neuen Möglichkeiten weiterentwickelt.

Aus dem Projekt kamen viele positive Impulse, neue Lernformen wurden erprobt und die Kommunikation mit Hilfe von Chats und Videokonferenzen ermöglicht größere Flexibilität. Zahlreiche Innovationen sind in der Laufzeit des Projektes meko@reha entstanden. Das sind beispielsweise die Einführung eines digitalen schwarzen Bretts, der Einsatz von Schulungsfilmen und Erklärvideos für Mitarbeitende und Teilnehmende bspw.  sind Schulungsfilme zu Themen wie „Verhalten im Brandfall“ und „Wie funktioniert die Mensa?“ entstanden. Im Bereich Dialogmarketing wurde erfolgreich die Lernplattform „Callcenterschool“ eingeführt. Die Sozialpädagog_innen haben in der Berufsvorbereitung erfolgreich mit dem Quiztool „Kahoot“ gearbeitet. Office 365 wurde in Kleingruppen getestet und das Programm Mindmeister für die Erstellung kollaborativer Mindmaps eingeführt.
Mitarbeitende können sich erklären lassen, wie sie Fortbildungen in ihren Qualifikationspass eintragen, damit dieser erfolgreich einer Prüfung standhält. Ein weiteres Ergebnis ist die Einführung des BBW-Chats. Da kommerzielle Messengerdienste datenschutzrechtlich im BBW nicht erlaubt sind, bietet der BBW-Chat eine datenschutzkonforme Möglichkeit, damit Mitarbeitende und Teilnehmende auch virtuell in Kontakt bleiben. Den Chat-Support hat die Ausbildungsgruppe Fachinformatiker für Systemintegration übernommen. So ist sichergestellt, dass sie ein praxisnahes Projekt eigenständig durchführen.
Großer Dank für die geleistete Arbeit ging an Projektkoordinator Michael Fink  und die Projektteams.

Die Abschlussveranstaltung des meko@reha-Projektes im BBW war gleichzeitig der Startschuss für das Anschlussprojekt #BBW digital, das darauf abzielt, den erfolgreich beschrittenen Weg fortzusetzen und die digitalen Kompetenzen im BBW weiterzuentwickeln.  Für das BBW Hamburg ist eine Digitalstrategie entwickelt worden, die mit den Menschen im BBW fortgeschrieben werden soll.

Für die Verbreitung der Informationen wird der regelmäßig erschienene Newsletter meko informiert aufgrund der positiven Resonanz  unter dem Titel #bbwdigital weiter geführt.

Besonders in der Zeit des Lockdowns hat sich erwiesen, dass die Tools des digitalen Lernens auch für die Teilnehmenden im BBW eine große Unterstützung sein können. Die neuen Lern- und Kommunikationsformen müssen erklärt und eingeführt werden. Nur wenn die Vorteile für das eigene Berufsleben erkannt werden, werden diese Möglichkeiten auch im weiteren Arbeitsleben genutzt werden.