„Eine Welt für alle“ – 47 Etappen, 3500 km, 10.000 Höhenmeter

25.08.2020

Christine Schaerffer (links) mit Maxim, Julian und Niclas und Bewohner_innen des BBW-Wohnhauses

Drei junge Radler aus dem CJD Rostock fahren 60 Tage durch Deutschland, um die Zukunftswünsche junger Menschen einzusammeln

Maxim, Niclas und Julian sind seit über 50 Tagen auf dem Fahrrad unterwegs. Als sie beim BBW Hamburg ankamen, waren sie kurz vor dem Ende ihrer Reise.

Auf ihrer insgesamt 47-Etappen-Tour besuchen sie mehr als 20 CJD Einrichtungen – vor allem Kindertagesstätten, aber auch einige externe Firmen, mit denen Bildungspartnerschaften bestehen. Die drei Abiturienten wollen von der ihnen nachfolgenden Generation wissen, was sie sich für ihre Zukunft wünschen. Viele Kitas, bei denen sie Station machten, überreichten den Jungen Zettel mit ihren Wünschen an die Zukunft. Die Ergebnisse fließen in die Zukunftskonzepte der Arbeitsgruppe „Eine Welt für Alle“ mit ein, die aus 24 weiteren Jugendlichen besteht.

Beim BBW Hamburg wurden die drei jungen Männer von Christine Schaerffer empfangen, der neuen Geschäftsführerin der PepKo-Unternehmensgruppe, zu der das BBW Hamburg gehört. Sie sprach von einer beachtenswerten Leistung und vielen vermutlich eindrücklichen Erfahrungen, die die drei Abiturienten gemacht haben und überreichte Süßes zur Stärkung. Maxim, Niclas und Julian sind am 29.6 in ihrer Heimat Rostock gestartet, von dort ging es Richtung Süden über Berlin, Erfurt, Nürnberg bis nach Berchtesgaden, weiter über Stationen in Baden-Württemberg gen Norden bis Dortmund und Hannover.

Ursprünglich wollten die drei Abiturienten aus dem CJD Rostock einfach nach ihrem Schulabschluss in diesem Sommer eine Radtour machen. Nachdem sie aber an der CJD Jugendkonferenz im November 2019 teilgenommen haben, haben sich ihre Pläne erweitert. Auf der Jugendkonferenz trafen sich 300 junge Menschen und Mitarbeitende des CJD und tauschten sich über die Welt von heute und über ihre Vorstellungen von einer Welt für morgen aus. Und es entstand die Idee, als Botschafter der Konferenz junge Menschen in ganz Deutschland aufzusuchen.

Den Abend in Hamburg verbrachten die drei jungen Männer im neu erbauten und erst vor wenigen Wochen bezugsfertigen Internat Wohnhaus Bollweg, wo sie auch Quartier für die Nacht bezogen. Sie freuten sich über die großzügigen Zimmer mit eigenem Bad und Küchenzeile. Nach dem Empfang und einem Gespräch mit Vertretern der Hamburger Behörde für Arbeit, Familie und Integration wurde zusammen mit den Auszubildenden des Berufsbildungswerks auf der Dachterrasse des Wohnhauses gegrillt. Am nächsten Morgen haben die Fahrradmonteur-Auszubildenden im BBW schnell noch ein Rad zur Reparatur in der Werkstatt, bevor sie zum Besuchstermin in der Hamburger IT-Firma akquinet aufbrachen.