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BBW.Profi

Ausgabe 02.2018
September 2018
 

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennen Sie diesen besonderen Moment, wenn Sie einem Menschen zu einer außergewöhnlichen Leistung gratulieren, dass dann etwas von seiner Freude, seinem Stolz auf Sie überspringt? So ging es mir, als wir unsere erfolgreichen Ausbildungsabsolvent_innen im vergangenen Monat feierlich verabschiedet haben. Was für eine Freude, in so viele strahlende Gesichter zu blicken, den Stolz der Eltern und Freunde zu teilen, Hände zu schütteln und Anerkennung auszusprechen.
Wir sind dankbar und zufrieden, diesen jungen Menschen Zutrauen zu ihren eigenen Stärken und Vertrauen in ihre Kompetenzen vermittelt zu haben. Nun sind sie gut gerüstet und werden ihren Weg nehmen. Vielleicht begegnen Sie der einen oder dem anderen, wenn Sie als Bäcker_in, Friseur_in, Gärtner_in oder Fachkraft im Gastgewerbe arbeiten.  

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre!

Mit besten Grüßen

Ihre Silvia Kaphengst
Geschäftsleiterin BBW Hamburg

Ausbildung zur Hauswirtschafterin - Absolventin des BBW setzt sich durch

Mitte August feierten die Absolvent_innen des Jahres 2018 den Abschluss ihrer Ausbildung. Eine, die erfolgreich ihren Berufsabschluss erreicht, beim Absolventenfest aber arbeiten muss, ist Jana Dralle. Sie hat die zweijährige Ausbildung zur Fachpraktikerin Hauswirtschaft im BBW Hamburg absolviert. Als nach den Abschlussprüfungen eine betriebliche Auszubildende zur Hauswirtschafterin für das BBW gesucht wird, überlegt sie nicht lange und bewirbt sich erfolgreich und so hat Frau Dralle am 01. August ihre Ausbildung zur Hauswirtschafterin begonnen. In der neuen Rolle arbeitet sie gleich an der Ausrichtung des Absolventenfestes mit. Das BBW ist der alte und neue Ausbildungsbetrieb der Buchholzerin. Zur Berufsschule muss die 20-Jährige jedoch weiter fahren als bisher. Der theoretische Teil der Ausbildung findet künftig in der Beruflichen Schule Uferstraße statt.
Neue Themen kommen in der Berufsschule hinzu wie Büroarbeiten, Personalarbeit und die Arbeitsorganisation, die auf eine leitende Position vorbereiten. Die Ausbildung zur Hauswirtschafterin dauert drei Jahre. Da Frau Dralle bereits viele Kenntnisse und Erfahrungen in der Hauswirtschaft besitzt, kann sie auf guten Grundlagen aufbauen.
Mit der Vollausbildung zur Hauswirtschafterin betritt Küchenleiterin und Ausbilderin Sabine Zastrow Neuland im BBW. Aber sie hat keinen Zweifel, dass sie mit Frau Dralle eine gute Wahl getroffen hat.
Während andere Auszubildende schon mal fragen „Hast Du dir das gut überlegt?“, ist Frau Dralle überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ihr langfristiges Ziel ist es, einmal Betriebsleiterin zu werden. „Mir liegt das im Blut“ ist die Wahl-Hamburgerin überzeugt. Sie findet selbst, dass sie zielstrebig ist. Mehrmals betont sie, wieviel Unterstützung sie in der ersten geförderten Ausbildung erfahren hat. Sie ist sicher, dass sich das fortsetzen wird.
Nicht nur beruflich hat sich bei Frau Dralle etwas getan. Anfang August ist die sympathische junge Frau vom Wohnhaus des BBW in die erste eigene Wohnung in Bergedorf gezogen.

Geflüchtete junge Menschen in Ausbildung Kooperationsprojekt von EDEKA AG und Berufsbildungswerk Hamburg (BBW)

Seit 2016 arbeiten das Berufsbildungswerk Hamburg (BBW) und die EDEKA AG in dem Kooperationsprojekt „Geflüchtete junge Menschen in Ausbildung“ erfolgreich zusammen. Am 1. August 2018 haben 18 Auszubildende aus dem Projekt eine Ausbildung bei EDEKA begonnen. Die jungen Menschen kommen aus Afghanistan, Syrien, Eritrea und Äthiopien. Sechs EDEKA-Märkte aus Hamburg und dem nahen Umland und ein Marktkauf beteiligen sich in diesem Jahr am Projekt. Zehn Auszubildende erlernen den Beruf Verkäufer. Drei Auszubildende lernen Groß- und Außenhandelskaufmann. Ein junger Mann wird im zentralen Lager von EDEKA zum Fachlageristen ausgebildet. Ausserdem erwerben vier Auszubildende die Fertigkeiten und Kenntnisse im Beruf Kauffrau /-mann für Bürokommunikation.

Das Kooperationsprojekt ist 2016 auf Initiative von EDEKA als Modellprojekt gestartet. Das Berufsbildungswerk Hamburg übernimmt in dem Projekt für EDEKA das Matching und koordiniert die Auswahl der Bewerber_innen. Das beinhaltet:

  • Kontaktaufnahme und Auswahl potenzieller Bewerberinnen und Bewerber
  • Koordination der betrieblichen Erprobungspraktika
  • Feststellung des individuellen Unterstützungsbedarfs der Bewerber_innen
  • Aufbau eines Netzwerks für die Auszubildenden (Beratungsangebote, Paten …)
  • Unterstützung bei Erledigung von Formalitäten (Aufenthaltsstatus, Ausbildungsverträge)

Das Ziel - Übergang in Ausbildung - wurde seit 2016 39 mal erreicht. Ein schöner Erfolg für eine vielfältige Arbeitswelt und Gesellschaft.

Bei Fragen steht Ihnen die Ansprechpartnerin im BBW Maresa Musiol (musiol@bbw-hamburg.de) gern zur Verfügung.

Anfang und Ende – Ausbildungsstart und Absolventenfest

„Oft sind Anfang und Ende der gleiche Punkt“ singt Johannes Oerding in seinem Lied „Kreise“. Das erleben zurzeit auch die Absolvent_innen und neu startenden Teilnehmenden im BBW. In jedem Jahr beenden im Sommer Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ausbildung und verlassen das BBW Hamburg, um in das Arbeitsleben zu starten. Fast nahtlos beginnen neue Teilnehmende. Bereits am 01.08. startete das erste Ausbildungsjahr für Ausbildungen, die zwei Jahre dauern und für die Teilnehmenden aus dem Umland. Am 03.09. beginnen die Hamburger_innen und BvB-Teilnehmer_innen ihre Maßnahmen.
Vor den Teilnehmer_innen liegen spannende Jahre mit zahlreichen neuen Erfahrungen und Begegnungen.

Auf der anderen Seite haben 120 Absolvent_innen im Sommer 2018 erfolgreich ihre Ausbildung beendet. Um diesen Abschluss gebührend zu begehen, fand am 17. August das Absolventenfest statt. Geschäftsleiterin Silvia Kaphengst hatte dazu eingeladen.
Trotz der Hitze ließen es sich 185 Gäste nicht nehmen, das traditionelle Fest zu besuchen. Gemeinsam mit ihren Familien, Freunden aber auch den Ausbilder_innen, Lehrer_innen und weiteren Mitarbeiter_innen des BBW feierten die ehemaligen Auszubildenden. Festlich gedeckte Tische, hervorragendes Essen, gekühlte Getränke und Musik von einem DJ boten den passenden Rahmen für diesen Anlass.
Die Auszubildenden der Hauswirtschaft betreuten das Absolventenfest gastronomisch. Das Buffet ließ kaum Wünsche offen.
Silvia Kaphengst und Eico Goes - stellvertretender Schulleiter der BS 24 - betonten in ihren Reden, wie stolz die Teilnehmenden auf das Erreichte sein können und überreichten jeder Absolventin und jedem Absolventen eine Rose.
Eine besondere Ehrung wurde Carina Klöppel zuteil. Die frisch gebackene Fachkraft im Gastgewerbe wurde für ihre sehr guten Leistungen ausgezeichnet. Sie hat ihre Ausbildung mit der Traumnote 1 abgeschlossen. Darüber freut sich auch der neue Arbeitsgeber, bei dem die junge Frau bereits begonnen hat. Weitere Teilnehmende, die ihren Abschluss mit der Note 2 erreicht haben, wurden ebenfalls für ihre guten Leistungen geehrt.
Zwei Absolventen haben es geschafft, parallel zu ihrer Ausbildung den Führerschein zu erlangen. Auch dieser Erfolg wurde gewürdigt. Eine besondere Würdigung für ihr besonderes soziales Engagement erhielt Melanie Vitense. Die ausgebildete Friseurin wurde für ihre mehrjährige Mitarbeit in der Teilnehmervertretung ausgezeichnet. Im 2016 neu eröffneten Bereich Dialogmarketing hat die erste Auszubildende erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen. Die Auszubildenden im Metallbereich haben mit 3,5 Jahren die längste Ausbildungszeit und werden im Januar 2019 ihren Abschluss machen und beim nächsten Absolventenfest dabei sein.
Mit dem Abschied vom BBW beginnt ein neuer Lebensabschnitt - der Einstieg in das Arbeitsleben. Viele der Auszubildenden haben ihren Arbeitsvertrag bereits in der Tasche oder sind in Gesprächen für einen Berufseinstieg.
Wir wünschen allen Absolventinnen, Absolventen und neu ankommenden Teilnehmenden einen erfolgreichen (Neu-) Anfang.  

Ausbildung zum Fahrradmonteur im BBW künftig in drei Jahren möglich

Die Ausbildung zum Fahrradmonteur ist vielseitig aber auch anspruchsvoll. Zu den Voraussetzungen für diesen Beruf gehören u.a. handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Fahrradmonteurinnen und -monteure bauen Fahrräder zusammen, warten, reparieren und verkaufen sie. Im Fachhandel beraten sie - neben den Tätigkeiten in der Werkstatt - Kund_innen und informieren über die Vor- und Nachteile verschiedener Modelle. Fahrradmonteure sind für die Verkehrssicherheit verkaufter und reparierter Fahrräder verantwortlich.
Die duale Ausbildung zum Fahrradmonteur/ zur Fahrradmonteurin dauert regulär zwei Jahre. Im Berufsbildungswerk Hamburg werden seit neun Jahren Fahrradmonteure ausgebildet. In den letzten Jahren sind die Anforderungen in der theoretischen und praktischen Prüfung stark gestiegen. Sowohl für Teilnehmende, die mit schwierigeren persönlichen Voraussetzungen starten, als auch für die Ausbilder und Berufsschullehrer ist das eine große Herausforderung. Die Zahl der Teilnehmenden, die das Ausbildungsziel in der regulären Zeit nicht erreichen, hat sich seit 2014 im Bundesdurchschnitt erhöht.
Auf diese Entwicklung hat das Berufsbildungswerk Hamburg reagiert und in Abstimmung mit der  Agentur für Arbeit als Kostenträger und der Handwerkskammer ein Konzept entwickelt, die Ausbildung zum Fahrradmonteur künftig in drei statt in zwei Jahren anzubieten. Die Teilnehmenden erhalten dadurch mehr Zeit, sich die oftmals komplexen Inhalte zu erarbeiten. Die Praktikumszeiten können verlängert werden und so die Arbeitsabläufe im realen Arbeitsleben noch intensiver erprobt werden. Der Umgang mit echten Kunden schult die Teilnehmenden zusätzlich im Kundenkontakt.


Das BBW Hamburg bietet bereits in anderen Berufen die Möglichkeit, die Ausbildungszeit individuell von zwei auf drei Jahre zu strecken. Beispiele dafür sind die Ausbildungen zur Verkäuferin/ zum Verkäufer, Bauten- und Objektbeschichter_in und zur Gesundheits- und Pflegeassistenz. Im Berufsbildungswerk Hamburg wurden damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Teilnehmenden, denen das Lernen besonders schwerfällt, bekommen dadurch die Möglichkeit, intensiver an Themen zu arbeiten und den Berufsabschluss mit besseren Noten zu erreichen. Mit der Agentur für Arbeit wird dieses Vorgehen im Einzelfall abgestimmt.

bbA - eine Ausbildung im Betrieb mit Unterstützung

Betriebe, die Menschen mit Behinderung beschäftigen oder ausbilden, gewinnen oft hochmotivierte Fachkräfte. Das hilft langfristig dabei, den notwendigen Personalbedarf zu decken.
Der Unterstützungsbedarf von Menschen mit Handicap ist so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Form und Umfang der Unterstützung richten sich nach dem individuellen Bedarf der/ des Einzelnen.
Bei der begleiteten betrieblichen Ausbildung (bbA) wird die Ausbildung junger Menschen mit Behinderung in Betrieben gefördert. Dadurch soll der Praxisbezug so hoch wie möglich sein. Das angestrebte Ziel – die dauerhafte Integration in den ersten Arbeitsmarkt – soll noch nachhaltiger erreicht werden.
Sowohl die/ der Auszubildende als auch der ausbildende Betrieb werden während der Ausbildung und beim Übergang in die Beschäftigung von Expert_innen des BBW Hamburg vielfältig unterstützt.
Bereits vor dem Start in die Ausbildung sind die Sozialpädagog_innen bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb behilflich. Während der Ausbildung erhalten die Auszubildenden regelmäßig Förderunterricht. Außerdem helfen die Mitglieder des bbA-Teams bei der Vorbereitung auf die Prüfungen.

Die Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Sozialpädagogik und Psychologie bieten Unterstützung und Hilfestellung bei der Lösung persönlicher Probleme an.
Zum Ende der Ausbildung erleichtern Bewerbungstrainings den Übergang in das Erwerbsleben.
Durch die bbA können junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf auch in Berufen, die nicht im BBW angeboten werden, eine Ausbildung absolvieren wie bspw. Kauffrau/ Kaufmann für Büromanagement, Zahnmedizinische/-r Fachangestellte, Kauffrau/ Kaufmann für Spedition und Logistik oder Kauffrau/ Kaufmann für Verkehrsservice. Je nach Ausbildungsberuf besuchen die Teilnehmenden die Regelberufsschule oder die BS 24 direkt am BBW.
Für Auszubildende, die bereits eine Ausbildung begonnen haben und feststellen, dass sie Schwierigkeiten haben, den Anforderungen gerecht zu werden, ist auch ein Quereinstieg möglich.
Die Anmeldung zur bbA erfolgt über das Team Reha Ersteingliederung der Agentur für Arbeit Hamburg. Agenturen aus der Metropolregion können Auszubildende über die Hamburger Agentur für die Maßnahme anmelden.
Bei Fragen zur Anmeldung oder zum Ablauf der Ausbildung geben die Sozialpädagog_innen des bbA-Teams im BBW gern Auskunft.
Sie sind unter folgenden Telefonnummern erreichbar: 040 5723 334, -162, -147.

Save the Date - Tage der Offenen Tür am 13.11. und 14.11.2018

Im November werden wieder unsere Tage der Offenen Tür stattfinden. Merken Sie sich bitte Dienstag, den 13. und Mittwoch, den 14. November jeweils von 09.00 - 13.00 Uhr vor. An den Vormittagen haben Sie Gelegenheit, das BBW Hamburg kennenzulernen. Im Veranstaltungsraum Oval werden verschiedene Maßnahmen und unterstützende Dienste vorgestellt. Teilnehmende bieten selbst hergestellte Produkte zum Kauf an. Klassenräume der Berufsschule BS 24 können besichtigt werden und es gibt zahlreiche Mitmachangebote, bei denen die Besucher_innen selbst Hand anlegen könen.
Wir freuen uns auf Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen ab Klasse 8, Teilnehmende berufsvorbereitender Maßnahmen und deren Lehrer_innen, Betreuungspersonen oder Eltern. Sie haben die Möglichkeit, mit Mitarbeitenden und Teilnehmenden des BBW Hamburg ins Gespräch zu kommen und offene Fragen zu klären oder einfach einen Eindruck zu gewinnen, wie es im BBW so ist. Die Einladungen für die Tage der Offenen Tür versenden wir an alle Ansprechpartner_innen in unserem Verteiler im Oktober.

 

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